أيلول/سبتمبر 04, 2026

Die Verhaftung des Ahwazi-Aktivisten Fares Kaab Karamallah in der Stadt Toster erfolgte ohne vorherige Warnung,und sein Schicksal ist weiterhin unbekannt

 Am 6. Oktober 2025 wurde der ahwazische Aktivist Fares Kaab Karamallah in der Stadt Toster (Shushtar) von den iranischen Geheimdiensten festgenommen, nachdem diese ohne Vorwarnung oder gerichtlichen Haftbefehl sein Haus gestürmt und mehrere persönliche Gegenstände beschlagnahmt hatten – darunter sein Mobiltelefon, sein Laptop sowie eine Reihe von Büchern.

Lokale Quellen bestätigten, dass die Festnahme ohne offizielle Anklage oder Erklärung der Gründe erfolgte, was auf den politischen und sicherheitsbezogenen Charakter des Vorgehens hinweist. Dies geschieht im Kontext der fortgesetzten Verfolgung ahwazischer Aktivisten durch die iranischen Behörden.

Während der Festnahme wurde Fares Kaab Karamallah vor den Augen seiner Familie – einschließlich seiner Kinder – beleidigt und körperlich misshandelt, was schwerwiegende psychologische Auswirkungen auf die Angehörigen hatte.

Die Behörden weigern sich weiterhin, den Aufenthaltsort des Aktivisten bekannt zu geben oder seiner Familie den Kontakt zu ihm zu ermöglichen. Dies verstärkt die Befürchtung, dass er Opfer des Verschwindenlassens oder Folter geworden sein könnte – Praktiken, die in früheren Fällen gegen ahwazische Aktivisten dokumentiert wurden.

Ein klarer Verstoß gegen internationales Recht:

Diese Festnahme stellt einen eindeutigen Verstoß gegen Artikel 9 des Internationalen Pakts über bürgerliche und politische Rechte dar, der besagt:

„Niemand darf willkürlich festgenommen oder in Haft gehalten werden. Freiheit darf nur aus gesetzlich bestimmten Gründen und nach gesetzlich festgelegtem Verfahren entzogen werden.“

Ebenso schreibt der Artikel vor, dass festgenommene Personen über die Gründe der Festnahme informiert werden und das Recht auf rechtlichen Beistand und Verteidigung haben müssen.

Da der Iran Vertragsstaat dieses Pakts ist, ist er rechtlich verpflichtet, diese Garantien zu achten.

Dei Ahwazischer Verein für Menschenrechte e.V. verurteilte diese willkürliche Festnahme aufs Schärfste und bezeichnete sie als Teil einer systematischen Repressionspolitik, die darauf abzielt, das ahwazische Volk einzuschüchtern und Stimmen zum Schweigen zu bringen, die nationale und zivile Rechte einfordern.

Die Organisation forderte:

  • Die sofortige Offenlegung des Aufenthaltsorts von Fares Kaab Karamallah;

  • Den Zugang zu einem Anwalt und den Kontakt zur Familie;

  • Die strafrechtliche Verfolgung der Verantwortlichen für die Misshandlung bei der Festnahme;

  • Umfassenden rechtlichen Schutz und die Gewährleistung seiner körperlichen und psychischen Unversehrtheit.

Der Verein betonte, dass das andauernde Vorgehen dieser Art den Iran der internationalen Rechenschaftspflicht aussetzt und das Ausmaß der ethnischen und politischen Diskriminierung gegenüber Arabern in der Region Ahwaz offenlegt.

 

 

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