Inhaltsverzeichnis
Die Menschenrechtslage in Ahwaz
Praktiken iranischer Besatzung
1. Die willkürlichen Verhaftungen sowie unrechtmäßigen Gerichtsurteile
3. Die Änderung der Flussläufe
4. Verbot des Schulunterrichtes in der Muttersprache
5. Verbot des Anziehens traditioneller arabischer Kleidung
6. Zerstörung und Trockenlegung der Marschen
7. Raub der Landwirtschaftlichen Flächen
8. Zerstörung der Palmengärten und Verbot des Reis-Anbaus
9. Die Zerstörung der Archäologie sowie der arabischen Elemente
10. Die Umbenennung von Städten, Dörfern und Flüssen
11. Das Verbot der arabischen Namensgebung bei Neugeborenen
12. Die Zerstückelung von Ahwaz
13. Veränderung der demographischen Struktur (Siedlung)
14. Die Verbreitung von Arbeitslosigkeit und Drogen
Einleitung
Dieser Bericht beleuchtet die Menschenrechts Lage in Ahwaz, basierend auf Angaben sowie Daten welche die Organisation über ihre Mitglieder vor Ort bekommen hat. Als weitere Quelle dienen Daten offizieller staatlicher iranischer Intuitionen und politischer Organisationen in Ahwaz sowie Berichte internationaler Menschenrechtsorganisationen.
Die Minderheiten-Thematik im Iran wurde bedauerlicherweise in den letzten Jahrzenten von der Bildfläche ferngehalten. Von internationalen Menschenrechtsorganisationen sowie Forschungszentren wurde dem Thema keine Beachtung geschenkt, obwohl die Summe der Minderheiten-Völker ca. 72% derEinwohner des Irans ausmachen. Die proiranischen Lobbys, welche die aufeinanderfolgenden iranischen Regime unterstützten, als auch die iranische Opposition im Ausland,trugen auf einewirksame Art und Weise zur medialen Abschirmung der Thematik von der Weltöffentlichkeit bei.Die Ahwazi sind eins dieser Völker im Iran. Aufgrund der Lage und der gewaltigen Ressourcen ist Ahwaz von großer geostrategische Bedeutung.
Geographischer Abriss
Ahwaz ist die arabische Provinz, welche nördlich und östlich des Arabischen Golfes und Schatt al-Arab liegt und von ca. zwölf Millionen Arabern bewohnt wird. Sie grenzt, im Osten an die Zāgros- und Bukhtuyari-Gebirge, im Norden an den Kurd Dagh und Lur Kuhe, im Süden an die Küste des Golfs von Oman sowie Belutschistan.
Die Fläche von Ahwaz beträgt 375 km². Nach der Besatzung haben die iranischen Behörden das Land der Ahwaz, in sieben aneinandergrenzenden Provinzen geteilt.
Großteile der Ahwaz wurden durch die persische Besatzungsmacht in den Verwaltungen der persischen Provinzen Fars, Kohgiluye und Boyer Ahmad sowie Lorestan eingegliedert.
Was von der Landfläche der Ahwaz übrig blieb, wurde in vier Provinzen geteilt: Chuzestan, Buschehr, Hormozgan und Ilam.
Die wichtigsten Städte in Ahwaz sind, die Hauptstadt Ahwaz, Almahmara „Chorramschahr“, Abadan „Ābādān“, Alsous„Schusch“, Tastr „Schuschtar“, Alkunaitira „Dezful“, Alkafajia „Susangerd“, Maaschur „Mahschahr“, Lanja “Bandar Lengeh“, Aslou „Asaluyeh“, Jroun „Bandar Abbas“, Jasm „Qeschm)“ Kais „Kisch“.
Die wichtigsten Flüsse sind Aldujail „Längster Fluss in Ahwaz“, Alkarcha „zweitlängster Fluss in Ahwaz“, Aljerahi, Alkhair, Altayeb, Dweriej, Aldaz, Alsaleej, Tamim, chormoj
Geschichtlicher Abriss
Ahwaz ist geschichtlich, philologisch und in den publizierten Meinungen ausländischer Forscher Arabisch. Carsten Niebuhr, der die Region 1772 besuchte, bestätigte dies: „Den Arabern gehört die gesamte östliche Küste des Golfes“. Es ist unmöglich zu ermitteln wann die Araber diese Siedlungen an der Küste tatsächlich errichten. In alten Schriften wird erwähnt, dass diese in vorangegangenen Epochen errichtet worden sind. Wenn man sich hilfsweise die wenigen historischen Epen, die in der Historie Erwähnung fanden zu Hilfe zieht. So ist es möglich zu schätzen, dass diese arabischen Siedlungen zur Zeit der persischen Könige, im sechsten Jahrhundert vor Christus, entstanden sind. Die Persischen Könige waren nie in der Lage, Herren der Küste des Meeres zu werden. Wiederwillig ertrugen sie, dass die Küste in arabischer Hand bleibt.
Die Elamer siedelten 3000 v. Chr. in Ahwaz. Anfangs waren sie der Herrschaft der Akkadier unterworfen. Später konnten die Elamer das Königreich der Akkadier überrennen und dessen Hauptstadt Ur erobern. Sie errichteten das Königreich Elam, welches seine Herrschaft über die semitischen Völker, die Arabistan besiedelten, ausbreitete. Als das Königreich im Achämenidenreich aufging und im Jahre 539 vor Christus in die Provinz Arabistan einfiel, veränderte sich nichts im Herrschaftssystem. Die Semiten durften ihre Autonome Selbständigkeit sowie ihre Babylonische Gesetze beibehalten.
Die Sassaniden, die die Gebiete des heutigen Arabistan im Jahre 241 n. Chr. eingenommen haben, konnten wegen den andauernden Aufstände das Gebiet nie vollständig unterwerfen. Dies zwang sie Feldzüge zu führen, bis das Reichzur Überzeugung kam, dasses schwer sei die Araber zu beherrschen und billigte ihnen, die Errichtung eines autonomen Emirats zu.
Nach Erscheinen des Islams und Beginn der arabisch-islamischen Expansion, konnte eine arabische Armee unter Saʿd ibn Abī Waqqās das sassanidische Heer im Jahr 636 n. Chr. bezwingen; bei der Schlacht von al-Qādisīya im Jahr 737 n. Chr. wurde Arabistan befreit. Nach dem Zerfall des islamischen Staates wurde die Provinz vom arabischen Musha'sha'iyden „Alhovaiza Emirat“ unterworfen; ihre Herrschaft dauerte 500 Jahre an; sie schafften es den Persischen und Osmanischen Einflussfernzuhalten, wofür es viele Beweise gibt. Als die Safawiden vor hatten Bagdad einzunehmen, baten sie die Musha’sha’iyden um militärische Unterstützung, im Wissen über deren konfessionelle Feindschaft mit den Osmanen. Doch der Musha'sha'iydische Emir Mansour antwortete den Safawiden Shah „Wenn der Shah König über den Iran ist, so bin ich auch König über Arabistan, der Schah zählt für mich nicht“. Nach der besiegung der Safawiden wurde mit den Osmanen im jahr 1639 ein Vertrag unterschrieben, in dem beide Staaten die Unabhängigkeit der Musha'sha'iyden Staates anerkannten.
Danach traten folgende unabhängige arabische Emirate im Norden und Süden der Ahwaz in Erscheinung: Emirat Aalkathier, Emirat Kaab Albunasir, Emirat Albukasib -Im Norden des Ahwaz-, das arabische Hormoz Sultanat, Das arabische Königreich Kais, Emirat bani Abbas, Emirat Alkawasim, Emirat Aalharam, Emirat Alnusuriien, Emirat Almazarik, Emirat bani Ali, Emirat bani Hamad, Emirat Alabadla, Emirat Aal Bishr, Emirat bani Maien, Emirat Asl Mathchur, Emirat Asl Zaabi und Emirat Almadanieen.
Die Einnahme der Ahwaz erfolgte in zwei Schritten: Der erste beinhaltete die südlichen Emirate, die vom persischen Staat schrittweise vom 1918-1923 eingenommen wurden. Die südlichen Emirate waren kleinere Emirate, im Vergleich zum Almahmara Emirat im Norden von Ahwaz.
Die fünf Arabischen Emirate im Süden, die vom Iran eingenommen wurden sind: Emirat Alkawasim, Emirat Alabadla, Emirat Alnusuriien, Emirat bani Ali, Emirat almazarik sowie die Inseln die zu den fünf Emiraten gehörten.
Almahmara Emirat ist das letzte Arabische Emirat an der Ostküste des Golfes. Das Emirat wurde von den persischen Heeren mit Einverständnis und Hilfe Großbritanniens am 20 April 1925 erobert, nachdem ihr damaliger Herrscher der Märtyrer Emir Scheich Chazaal Bin Dschabir in Gefangenschaft geraten ist.
Die Naturschätze
Ahwaz zählt zu den reichsten Ländern der Welt an natürlichen Ressourcen, zu denen Erdöl und Erdgas gehören. Die natürlichen Erdölreserven werden auf mehr als 157 Milliarden Barrel geschätzt. Ahwaz verfügt damit über die drittgrößten Erdölvorräte der Welt und 10 % des weltweiten Rohölvorkommens. Dazu kommen noch 33,8 Billionen Kubikmeter an Erdgasreserven und 14 % des weltweiten Erdgasvorkommens; Ahwaz hat somit weltweit die zweitgrößten Vorkommen nach Russland. Ahwaz verfügt über 99 % des Erdölvorkommens- und Förderung sowie 100 % des Erdgasvorkommens- und Förderung, der auf der Landkarte als Iran bezeichneten Fläche.
Ahwaz ist für die vielen Flüsse, Süßwasservorkommen und fruchtbaren Böden bekannt, obwohl es in einem eher trockenen Gebiet liegt. Das Fließwasservorkommen, wird auf mehr als 20 Milliarden Kubikmeter geschätzt. Die für den Anbau geeignete Böden werden auf mehr als fünf Million Hektar geschätzt. Aktuell werden nur 1,5 Millionen Hektar davon angebaut und der Landwirtschaftlichen Erträge betragen 17,2 Millionen Tonnen.
Die Menschenrechtslage in Ahwaz
Zu den Eigenschaften jeder Besatzungsmacht zählen Übertretungen, Verstöße, Unterdrückung, Diskriminierung, Folter, Vertreibung und andere negative Eigenschaften, und da das arabische ahwazische Volk von der iranischen Besatzungsmacht unterworfen wurde, wurde es zum Opfer einer barbarischen Besatzung. Die ahvaische Bevölkerung ist seit ungefähr einem Jahrhundert der Diskriminierung, Malträtierung und rassistischen Diskriminierung ausgesetzt.
Praktiken iranischer Besatzung
Die Praktiken der iranischen Besatzung in Ahwaz können nicht leicht erfasst werden, da kein ahwazischer Bürger oder Erdbodenfleck des Ahwaz gibt, der nicht in den verschiedensten Formen zur Zielscheibe von Zivilen oder militärischen persische Behörden wurde.
Die Verstöße können wie folgt aufgeteilt werden:
Die willkürlichen Verhaftungen sowie unrechtmäßigen Gerichtsurteile
Nach Beginn des Aprillaufstands im Jahre 2005 führt die Besatzungsmacht willkürliche Verhaftungswellen gegen Widerstandskämpfer, sowie Sunniten durch. In den letzten zehn Jahren, verhaftete die Besatzungsmacht zehntausende Menschen. Hunderte von ihnen wurde zu Haftstrafen von 6 Monaten bis hin zu Lebenslänglich verurteilt. An 33 Verhafteten wurde die Todesstrafe vollstreckt. Die zwei Aktivisten, Gaiban Jasim ALEBEDAWI und Mohammad Sadun ALJELDAWI, starben während der Haft 2007, 2008 in Folge bestialischer Folter. Der Aktivist Mohammad Falih ALKAABI, starb durch Schüsse im Jahre 2008. Das Schicksal von dem im Jahre 2009 verhafteten Yusuf Abbas ALSELAWI ist bis heute ungewiss.
Laut der letzten Statistik der iranischen Direktion für Vollzugsanstalten, wird die Anzahl der inhaftierten in Ahwaz auf mehr als 24.000 geschätzt. Hunderte von ihnen sind aufgrund sicherheitspolitischer Hintergründe in Haft. Die Häftlinge werden konkret in den Strafanstalten Karoun sowie Sbedar gefangen gehalten.
Eine Liste mit den Namen Ahwazischer Aktivisten, die zwischen 2005 und 2015 hingerichtet wurden:
|
Nummer |
Vollständiger Name |
Datum der Hinrichtung |
|
1 |
Mahdi Majid ANNASIRI |
2006 |
|
2 |
Ali Odah ALAFRAUI |
2006 |
|
3 |
Abdullah Abdulhhussein ALKABI |
2006 |
|
4 |
Ali Sad ALMATIRI |
2006 |
|
5 |
Malik Tamir ATTAMIMI |
2006 |
|
6 |
Ali HAMID ALASAKRA |
2006 |
|
7 |
Khalaf Dahrab ALKHANARI |
2006 |
|
8 |
Muhammad Lazim ALKABI |
2006 |
|
9 |
Amir Gulam ALKABI |
2006 |
|
10 |
Risan Hassan ASSARI |
2007 |
|
11 |
Radi Majid ANNASIRI |
2007 |
|
12 |
Muhammad Lafta ASSARI |
2007 |
|
13 |
Jafar Lafta ASSARI |
2007 |
|
14 |
Majid Jasim ALBUGAISCH |
2007 |
|
15 |
Qasim Sharim Assalami |
2007 |
|
16 |
Radi AZARQANI |
2007 |
|
17 |
Hussein Alwan ALASAKRA |
2007 |
|
18 |
Hussein Majid ALHARBI |
2007 |
|
19 |
Ahmad Said ALMARMADI |
2007 |
|
20 |
Zamil Salim ALBAUI |
2008 |
|
21 |
Khalil Qati ALKABI |
2009 |
|
22 |
Said Rahim ASSADI |
2009 |
|
23 |
Ali Ghazi ANNUAMI |
2012 |
|
24 |
Taha (Ali) Tuma ALHAIDARI |
2012 |
|
25 |
Abbas(Jasim)Tuma ALHAIDARI |
2012 |
|
26 |
Nasir(Abdurrahman)Tuma ALHAIDARI |
2012 |
|
27 |
Ghazi Ahmad ABBAS (ALHANFARI) |
2013 |
|
28 |
Radi Yunus ALHANFARI |
2013 |
|
29 |
Jasim Said ALMUJADAM |
2013 |
|
30 |
Amir ALMUJADAM |
2013 |
|
31 |
Hashim Khalaf ALAMURI |
2014 |
|
32 |
Hadi Hamza Arraschidi |
2014 |
|
33 |
Ali Habib ALKABI |
2014 |
|
34 |
Khalid ALMUSAUI |
2014 |
|
35 |
Qais Dashr (Shaker) Salih ALUBAIDAUI |
2016 |
|
36 |
Ahmad Dachr (Shaker) Salih ALUBAIDAUI |
2016 |
|
37 |
Sajad Hamid Salih ALUBAIDAUI |
2016 |
Das Verschwindenlassen
Der iranische Staat führt die Politik des Verschwindenlassens in einer geordneten und systematischen Art und Weise durch; so lässt man Aktivesten ‚verschwinden‘ nachdem sie verhaftet wurden. Dies erfolgt ohne Bekanntgabe des Ortes der Festhaltung oder der Schicksale der jeweiligen Personen. Der Ahwazischer Verein zu Verteidigung der Menschenrechte, registrierte das Verschwindenlassen von 17 Aktivisten deren Schicksale bis zu jetzigen Zeitpunkt unbekannt ist.
|
Vollständiger Name |
Alter |
Wohnort (Stadt) |
Verhaftungsdatum |
|
Hamza ASAKRA |
17 |
Maschur |
Februar 2015 |
|
Isa Abdulhadi Bin NASIR |
28 |
Alsous |
21 Februar 2015 |
|
Hassun Abdulhadi Bin HABIB |
29 |
Alsous |
21 Februar 2015 |
|
Hussein Abdullahi Bin HATAB |
22 |
Alsous |
21 Februar 2015 |
|
Majid Abdullahi Bin MASCHAF |
24 |
Alsous |
21 Februar 2015 |
|
Muhammad Abdullahi Bin HALIL |
32 |
Alsous |
21 Februar 2015 |
|
Jasim Abdullahi Bin OUBAID |
28 |
Alsous |
21 Februar 2015 |
|
Majid Abdullahi Bin DAHAM |
21 |
Alsous |
21 Februar 2015 |
|
Schuja Abdullahi Bin Maschaf |
- |
Alsous |
21 Februar 2015 |
|
Abdullah Karamallah Kab Bin ABBAS |
35 |
Schaour |
21 Februar 2015 |
|
Hasan Karamallah Kab Bin ABBAS |
30 |
Schaour |
21 Februar 2015 |
|
Ahmad Kab Bin ALI |
28 |
Schaour |
21 Februar 2015 |
|
Naji Ubaidaui Bin MARDAU |
- |
Schaour |
21 Februar 2015 |
|
Abdullah Ubaidaui Bin MARDAU |
- |
Schaour |
21 Februar 2015 |
|
Wisam Kanani bin Muhammad |
- |
Schaour |
21 Februar 2015 |
|
Abbas IDRIS |
- |
Schaour |
21 Februar 2015 |
|
Hamza IBEDAWI |
- |
Schaour |
21 Februar 2015 |
|
Baqir NUAMI |
35 |
Ahwaz |
6 März 2016 |
Die Änderung der Flussläufe
Die Besatzungsmacht arbeitet weiterhin an der Durchführung ihrer feindseligen Projekte, welche darauf abzielen die Läufe der ahwazischen Flüsse in Richtung persischer Provinzen zu ändern. Große Wassermengen aus den Flussbecken werden durch riesige Kanäle zu persischen Städten und Dörfern ins Zentrum und in den Norden des sogenannten Iran gelenkt.
Bis jetzt gibt es sechs Projekte für den Transport des Wassers vom Becken des Flusses Adujail “Karoun“ zu den Provinzen Isfahan und Ghom. Diese sind Kouhnrk 1,2 und 3, Qamrud 1, Gaschma Linkan, Khadankistan, und transportieren ca. 1,146 Milliarden Kubikmeter im Jahr.
An den drei weiteren Projekten, Sad Kamal, Qamrud2 und Bahschat Abad, wird gerade gearbeitet. Alleine das Projekt Bahschat Abad soll für den jährlichen Transport von 1,1 Milliarden Kubikmeter in die Provinzen Isfahan, Karaman und Yazd ausgebaut werden. Die Projekte Marir, Sulukan, die für den Transport des Wassers vom Becken des Flusses Adujail nach Karaman, Kukan, befinden sich in der Planungsphase
Verbot des Schulunterrichtes in der Muttersprache
Rückblickend auf die Theorien, die Reza Pahlavi, Gründer der ehemaligen Pahlavi Dynastie, vorgeschlagen wurden und dieser er sich vollständig annahm, so ist ersichtlich, dass die Theorie „des einheitlichen Volks“, das Fundament des Plans den Reza Pahlavi (und nach ihm sein Sohn), sowie des Mullah Regime in die Praxis umgesetzt haben.
Die Theorie verfolgt die Absicht eine einheitliche Sprache durchzusetzen, nämlich die Sprache des Siegers: Persisch. Die Sprachen der Völker, die ihre Souveränität infolge der von England unterstützten Besatzung verloren haben, sollen ausgelöscht werden. Dabei handelt es sich um die Sprachen Azari, Arabisch, Kurdisch, Belutschisch sowie Turkmenisch. Aus diesem Grund wurde die Anwendung der arabischen Sprache bei offiziellen Behörden der Besatzung in Ahwaz untersagt und deren Unterricht in den Schulen verboten.
Durch das einsperren der Ahwazi in einem großen Gefängnis, in dem ausschließlich persische kulturelle Elemente einfließen dürfen, zeigte die Theorie bis zu einem weitgehenden Grad Erfolg. Dem Vorschritt der Telekommunikationsmedien ist es zu verdanken, dass von der Sprache nichts außer ihrer Erwägung übrig geblieben ist.
Verbot des Anziehens traditioneller arabischer Kleidung
Noch immer untersagt und verbietet die Besatzungsmacht, der Bevölkerung der Ahwaz, dass Anziehen traditioneller arabischer Kleidung in öffentlichen Ämtern. Es ging hin bis zu den Sportplätzen. Hervorgehoben wird hier ein Ereignis, in dem Ahwazi, die traditionelle arabische Kleidung anhatten: Das Betreten des Fußballstadions beim Spiele zwischen Foolad FC und Al-Hilal aus Saudi Arabien am 17.03 dieses Jahres. Nachdem es einigen Ahwazi gelungen war in traditioneller arabischer Kleidung ins Stadion zu gelangen, verhaftete man Hunderte nach dem Spiel.
Zerstörung und Trockenlegung der Marschen
Die feindselige persische Politik, die sich zum Ziel setzte, die Marschen in Ahwaz trocken zu legen, führte zum vollständigen austrocknen der Allaqita und Assahin Marschen in den Verwaltungsbezirken Asous und Alkhafajia. Diese Politik hörte nicht an diesem Punkt auf, was zum 75% austrocknen des größten Marschlandes des mittleren Osten führte, der sich zwischen dem Irak und Ahwaz erstreckt. Die Rede ist von Aladhim bzw. Alhuwaiza Marschland in Maisan, der an den Irak angrenzt. Wegen der Exploration und Förderung von Erdöl haben iranische Erdölunternehmen, die für die Umwelt und den Bürgern der Ahwaz abscheuliche Tat begangen. Sämtliche Dörfer in der Umgebung des Marschlandes wurden infolgedessen zerstört und damit zehn Tausende Bewohner dieser Gegend in die Heimatlosigkeit getrieben, ihrer Lebensgrundlage, die der Fisch und Tierbestand im Marschland gebiet bildete, beraubt.
Die Fläche des Marschlandes Tamim, in der Ortschaft Buschehr schrumpfte von 20000- auf 8000 Hektar, infolge der Veränderung des Laufs des Flusses Tamim, der in diesem Marschland mündet.
Der Marschland Alfilahia das zu den größten im Mittleren Osten und der größte in Ahwaz ist, blieb von dieser feindseligen Politik nicht verschont. Das Marschland ist infolge des Auslaufens Hunderttausender Tonnen chemischer Abfallstoffe von mehr als 30 petrochemischen-und Erdöl Unternehmen in der Umgebung des Marschlandes der Zerstörung ausgesetzt. Hinzu kommt zudem der gestiegene Salzgehalt in Folge des Sickerns, der Düngemittel des Rohzucker Siedlungsprojekts.
Raub der Landwirtschaftlichen Flächen
Die Besatzung hat ca. 130.000 Hektar von den fruchtbarsten Anbauflächen, in den Verwaltungsbezirken Tastur, Sous sowie Ahwaz, zum Zweck des Zuckerrohr Anbauprojekts geraubt, das im 1952 ins Leben gerufen wurde. Im Jahre 2014 hat die Persische Besatzungsmacht, ein Neues Siedlungsprojekt unter dem Decknamen „Freies Anbaugebiet“ gestartet. Dafür werden 550.000 Hektar Anbaufläche geraubt und Nicht-Araber zum Anbau in Ahwaz eingesiedet.
Durch dieses Siedlungsprojekt beabsichtigt der persische Staat 550.000 Hektar landwirtschaftliche Fläche der Ahwaz, verteilt auf 19 Verwaltungsbezirke, im Norden der Ahwaz zu rauben. Die landwirtschaftlichen Flächen, die der persische Feind vom arabischen Volk der Ahwaz rauben wird, beginnen im höchsten Norden der Ahwaz (Musian) und enden im Verwaltungsbezirk Ras Albahr in Mitten der Ahwaz. Auf Anordnung Auf Ali Chamene’is Anordnung hin, hat die persische Besatzungsmacht ein Riesenbudget der auf 2,483 Milliarden US-Dollar jährlich geschätzt wird, zur Verfügung gestellt. Weiteres wird der Persisch-Chinesische Fonds dieses Projekt mit mehr als 613 Millionen US-Dollar finanzieren.
Zerstörung der Palmengärten und Verbot des Reis-Anbaus
Wegen der großen Wasservorkommen, sowie den vielen Flüssen, ist die überwiegende Mehrheit der Ahwazi wirtschaftlich auf Landwirtschaft sowie Schäferei angewiesen. Das Fließwasservorkommen wird auf mehr als 20 Milliarden Kubikmeter geschätzt. Die Böden, die für Wasseranbaumethoden geeignet sind, betragen mehr als fünf Millionen Hektar. Aktuell werden nur 1,5 Millionen Hektar davon zum Anbau verwendet. Die landwirtschaftlichen Erträge in Ahwaz betragen 17,2 Millionen Tonnen. In den letzten zwei Jahrzenten und unter den verschiedensten Vorwänden, begannen die persischen Behörden mit der Erbauung von Staudämmen. Einmal unter dem Vorwand der Energie Erzeugung, ein anderes Mal bediente man sich dem Vorwand der gleichmäßigen Verteilung des Wassers, ein weiteres Mal hieß es, man wolle die Verschwendung von Wasser verhindern. Das Ergebnis war die Austrocknung des Ahwazi Land. Dies hatte zufolge, dass die lokalen Landwirtschaftsämter mehrere Anordnungen erließen, die das Anbauen von Reis untersagten. Darüber hinaus waren die Landwirte gezwungen, übertriebene Preise, für die in der Regel nicht ausreichenden Wassermengen zu bezahlen, was zu einem Rekordtief im landwirtschaftlichen Ertrag führte. Der Landwirtschaftliche Ertrag sank dieses Jahr von 17- auf 12 Millionen Tonnen
Die mit Palmen bepflanzt landwirtschaftliche Fläche wird auf 114.598 Hektar geschätzt. Die Datteln-Ernte wird auf mehr als 515.000 Tonnen geschätzt. Unterstütz durch die Besatzungsmacht, beherrschen persische Exportunternehmen den Ahwazischen Dattelmarkt, insbesondre da ahwazische Landwirte den Export der Früchte ihrer Palmen ins Ausland untersagt wird.
Das Leiden der ahwazischen Landwirte endete nicht an diesem Punkt. Alleine im Verwaltungsbezirk Abadan starben mehr als 1,2 Millionen Palmen aufgrund des gestiegenen Salzgehaltes in den Ahwazischen Flüssen wie Karun (Aldujail), Alsulaij und Schatt al-Arab. Ein weiterer Grund hierfür ist die absichtliche Brandlegung, für die die Ahwazi Regierungskreise der Besatzung verantwortlich machen, insbesondere nachdem sich die Einwohner weigerten ihre landwirtschaftlichen Flächen an persische Geschäftsmänner zu verkaufen.
Die Zerstörung der Archäologie sowie der arabischen Elemente
Die persische Besatzung, zerstörte und vernichtete mehrere archäologische Relikte in Ahwaz. Die meisten Schlösser sowie historische Regierungsgebäude aus der Herrschaftszeit von Shaykh Khaz'al Ibn Jabir wurden komplett zerstört. Was davon übrig blieb ist aufgrund der absichtlichen Vernachlässigung der lokalen Behörden der Besatzungsmacht, der Zerstörung und dem Verfalll ausgesetzt. Ist erDas Faili-Schloss, welches in der Näher der Stadt Mahmara liegt und auf den Schatt al-Arab blickt, wurde durch die Revolutionsgarde am 04.11.2010 vollständig gesprengt, obwohl das Schloss, gemäß der Gesetze der Besatzungsmacht, in der Liste der zu erhaltenden archäologischen Relikten zu finden ist.
Des Weiteren gibt es in ahwazischen Intellektuellenkreisen Befürchtungen, dass der Besatzer die Absicht hat, dens Palast von Shaykh Abdulhamid ibn Khaz'al abzureißen, insbesondre Nachdem bekannt wurde, dass sich schweres Gerät auf dem Grundstück des Palastes befindet. Einige ahwazische Aktivisten sowie Archäologie-Interessierte, registrierten neuerlich verdächtige Aktivitäten im Shaykh Abdulhamid ibn Khaz'al Palast, die möglicherweise auf die Zerstörung des Palastes, der ein ahwazisches archäologisches Denkmal darstellt, abzielen könnten. Die Ahwazi nehmen an, dass die Zerstörung und Beschädigung der Archäologie, organisiert und systematisiert mit dem Ziel die arabische Identität auszulöschen erfolgt. Durch solch eines Vorgehens beabsichtigt die Besatzungsmacht, geschichtliche Fakten zu verfälschen. Die Theorie, dass die Ahwazi niemals diese Landfläche selbständig regiert haben, und somit der Ahwaz ein unzertrennlicher Teil des Irans ist.
Die Umbenennung von Städten, Dörfern und Flüssen
Die rassistische Vorgehensweise gegen Ahwazis, ist auch erkennbar anhand der Umbenennung der Ahwaz in Chuzestan.
Die Besatzungsmacht begnügte sich nicht mit der Umbenennung der Provinz: Sämtliche Städte, Dörfer sowie Flüsse wurden umbenannt. Das Ziel ist die komplette Auslöschung der Spuren der arabischen Existenz in dieser Landfläche.
Die Liste der Städte und Flüsse die der Besatzer umbenannte:
|
Der historische arabische Name |
Der gefälschte persische Name |
|
Alahwaz |
Ahwaz – Chuzestan |
|
Almahmira |
Chorramschahr |
|
Abadan |
Ābādān |
|
Maisan |
Dascht-e-Azadegan |
|
Alkhafagia |
Susangerd |
|
Alhuaizah |
Hoveizeh |
|
Albusaiteen |
Bustan |
|
Ras Albahr |
Hendijan |
|
Maschur |
Mahschahr |
|
Alkhalfia |
Ramschir |
|
Qada Malathani |
Schahrestan Bavi |
|
Qada Kut Abdullah |
Schahrestan Karun |
|
Tasatur |
Schuschtar |
|
Alqunaitira |
Dezful |
|
Qasabat Annasar |
Arvandkenar |
|
Alfallahiya |
Schadegan |
|
Khurmusy |
Sarbandar |
|
Mina Khurmusy |
Bandar-e Imam Chomeini |
|
Mina Aljanabi |
Bandar Ganaveh |
|
Mina Grun- Alabasi |
Bandar Abbas |
|
Mina Linja |
Bandar Lengeh |
|
Mina Jumair |
Bandar Khamir |
|
Baldat Bir Mubarak |
Gahmubarak |
|
Madinat Alqamandiya |
Gavbandi |
|
Nahiat Qasr Alkanadra |
Kushk-e Nar |
|
Qada Khourmuj |
Duschti |
|
Jazirat Jasm |
Qeschm |
|
Jazirat Qais |
Kisch |
|
Jazirat Scheikh Shuaib |
Lavan |
|
Jazirat Salbukh |
Meno |
|
Jazirat Um Arrabanien-Kharj |
Charg |
|
Jazirat Sarri |
Siri |
|
Jazirat Haniam |
Hankam |
|
Aslu |
Asaluyeh |
|
Nahr Alkhair |
Hendijan |
|
Nahr Addujail |
Karun |
|
Nahr Aljarahi |
Marun |
|
Baldat Betsalem |
Mianrud |
|
Assus |
Schusch |
|
Baldat ʿAluan |
Aluan |
|
Alḥai |
Alhai |
|
Ramiz |
Ramhormoz |
|
Ras Isban |
Taband |
|
Baldat Ugairib |
Tschogha Misch |
|
Mir Abdullah |
Dehmolla |
|
Mina Attahiria |
Bandar Siraf |
|
Qalat |
Kalat |
|
Bir Ruqaya |
Charak |
|
Mina Kindah |
Bandar-e Gong |
|
Annaimiah |
Nakhl Taqi |
|
Jazirat Alarak |
Larak |
|
Addumukh |
Choghadak |
|
Mina Kanan |
Bandar Kangan |
|
Jazirat Scheich Said |
Jazireh-ye Shif |
|
Nahr Tamim |
Nahr Hila |
|
Mina Laft |
Bandar Laft |
|
Abu Schahar |
Buschehr |
|
Baldat Ainat |
Tambak |
|
Mina Dalmun |
Deylam |
|
Wadi Alghaf |
Jayhun |
|
Jazirat Dirah |
Dara |
|
Jazirat Bani Farur |
Farur |
|
Baldat Juaibida |
Chavibdeh |
Das Verbot der arabischen Namensgebung bei Neugeborenen
Die Besatzungsmacht verbietet den Ahwazis ihren Kindern arabische Namen zu geben. Zu diesem Zweck erstellt die Besatzungsmacht eine Namensliste mit den zulässigen arabischen Namen und verbreitete diese an die Standesämter. Sie beinhaltet die Namen der heiligen Imame sowie wenige weitere arabische Namen. Zur Auswahl bleiben damit ausschließliches persische Namen, die weder mit der arabischen Kultur noch der Identität in Zusammenhang stehen. Zu den verbetenen Namen gehören Ayham, Fahad und Saddam. Des Weiteren wurde das Schreiben des arabischen Schriftzeichen Hamza in Namen verboten.
Die Zerstückelung von Ahwaz
Ahwaz ist die arabische Provinz, welche nördlich und östlich des Arabischen Golfes und Schatt al-Arab liegt und von ca. zwölf Millionen Arabern bewohnt wird. Sie grenzt, im Osten an die Zāgros- und Bukhtuyari-Gebirge, im Norden an den Kurd Dagh und Lur Kuhe, im Süden an die Küste des Golfs von Oman sowie Belutschistan.
Die Fläche von Ahwaz beträgt 375 km². Nach der Besatzung haben die iranischen Behörden das Land der Ahwaz, in sieben aneinandergrenzenden Provinzen geteilt.
Großteile der Ahwaz wurden durch die persische Besatzungsmacht in den Verwaltungen der persischen Provinzen Fars, Kohgiluye und Boyer Ahmad sowie Lorestan eingegliedert.
Was von der Landfläche der Ahwaz übrig blieb, wurde in vier Provinzen geteilt: Chuzestan, Buschehr, Hormozgan und Ilam. Von der Besatzungsmacht wird dadurch die Schwächung, Marginalisierung sowie Umwandlung der arabischen Identität angestrebt.
Veränderung der demographischen Struktur (Siedlung)
Es gibt etliche persische Siedlungsvorhaben in Ahwaz. Am gefährlichsten ist das „Mehr“ Siedlungsprojekt, der zu den größten vom Ministerium für Wohnungswesen und Stadtplanung betreuten Projekten gehört. Betraut mit der Durchführung des Projektes hat das Ministerium die Wohnungsstiftung der islamischen Revolution „Bonyad Maskan Enghelab Eslami“, welche das Projekt auf zwei verschiedene Arten betrieb: Zum einen wurden neue Städte außerhalb der bereits existierende Städte errichtet; zum anderen wurden neue Wohnsiedlungen in den bereits existierenden Städten errichtet und ältere neu renoviert. Solche Wohnsiedlungen werden als zerstreute Siedlungsposten bezeichnet. Bis zum jetzigen Zeitpunkt errichtete die Wohnungsstiftung der islamischen Revolution folgende vier Städte in Ahwaz:
Im Norden von Ahwaz (Provinz Chuzestan) Wurden mehr als 110.000 Siedlungseinheiten im Rahmen des Projektes „Mehr“ errichtet, zu denen die Siedlungen „Ramin“ und „Shirin“ gehören. Für dieses Projekt wurden Tausende Hektar des fruchtbarsten Land der Ahwaz geraubt.
Im Zentrum der Ahwaz(Provinz Buschehr) wurden mehr als 39.303 Siedlungseinheiten im Rahmen des Siedungsprojekts „Mehr“ errichtet zu denen die Siedlung Ali Shahr gehört.
Im Süden von Ahwaz (Provinz Gourun), dass an der östlichen Küste des Arabischen Golfes liegt und auf die Straße von Hormus blickt, wurden mehr als 56.000 Siedlungseinheiten im Rahmen des Siedungsprojekts „Mehr“ zu denen die Siedlung Alewi gehört, errichtet.
Im obersten Norden von Ahwaz wurden mehr als 18.000 Siedlungseinheiten im Rahmen des Siedungsprojekts „Mehr“ errichtet. Durch dieses Projekt beabsichtigt der persische Staat die Veränderung der demographischen Struktur, im Sinne seine nationalpolitischen Interessen zu verändern sowie die Verschmelzung des ahwazischen Volkes im Schmelztiegel der persischen Kultur.
Die Verbreitung von Arbeitslosigkeit und Drogen
Ahwaz zählt zu den reichsten Ländern der Welt an natürlichen Ressourcen, zu denen Erdöl und Erdgas gehören. Die natürlichen Erdölreserven werden auf 157 Milliarden Barrel geschätzt. Ahwaz verfügt damit über die drittgrößten Erdölvorräte der Welt und 10 % der weltweiten Rohölvorkommen. Dazu kommen noch 34 Billionen Kubikmeter Erdgas, und damit das größte Vorkommen weltweit. Ahwaz verfügt über 99 % des Erdölvorkommens- und Förderung sowie 100 % des Erdgasvorkommens- und Förderung, der als Iran auf der Landkarte bezeichneten Fläche. Obwohl Ahwaz 90 % des Nationaleinkommens des persischen Staates liefert, gelten die Arbeitslosenquoten in Ahwaz als die Höchsten im so genannten iranischen Staat. Laut offiziellen persischen Statistiken überstieg die Arbeitslosenquote die 46 % Marke.
Um ihre absolute Herrschaft durchzusetzen, machte sich die Besatzungsmacht daran, durch die Verbreitung von Drogen zu Spottpreisen, den Geist der Entschlossenheit und des Widerstandes bei den jungen Ahwazi zu brechen. Die letzten Statistiken zeigen, dass Ca. 200 zweihunderttausend Ahwazi, Drogen sowie verschiedene Opiate konsumieren.
Die Zerstörung der Umwelt
Die absichtliche systematische Verschmutzung der Umwelt durch die Besatzungsmacht, führte zu einer Rekord-Salinität (Salzgehalt) in den Fließgewässern. In den letzten wenigen Jahren resultierte daraus das Sterben von hunderttausenden Fischen.
Die von Staubstürmen befallenen ahwazischen Städte sind ein Phänomen, das seit mittlerweile dreizehn Jahren zu beobachten ist. Experten führen die Problematik auf die Zerstörung sowie Beschädigung der Umwelt, durch die Besatzungsmacht in den letzten Jahrzenten, zurück. Darunter fallen Austrocknung der Marschen, die Umleitung der Läufe ahwazischer Flüsse, die Errichtung von Dutzenden Staudämmen, sowie die Verbreitung der Desertifikation in großen Gebieten des Ahwaz.
Die Besatzungsmacht hat nicht die nötigen Schritte unternommen, um die Schwefeldioxid-Emission zu verringern, was zu sauren Regenfällen in den letzten drei Jahren führte. Alleine im Jahre 2013 wurden mehr als 22.000 ahwazische Bürgerinnen, infolge von Vergiftungs- und Erstickungsanfällen nach sauren Regenfällen im Herbst, in den Krankenhäusern der Hauptstadt der Ahwaz eingeliefert. Das Phänomen wiederholt sich im Jahre 2014, als 16.000 Personen mit Vergiftungs- und Erstickungsanfällen in den Krankenhäusern eingeliefert wurden. Selbiges wiederholte sich auch ‚dieses Jahr‘. Ärztliche Berichte aus allen Krankenhäusern der Hauptstadt von Ahwaz zeigten, dass 24.800 ahwazische Personen in der Hauptstadt an Erstickungsanfällen, infolge von sauren Regenfällen, ‚in den letzten Tagen‘, litten
Ahwazischer Verein zur Verteidigung der Menschenrechte