Zerstörung der Palmengärten und Verbot des Reis-Anbaus
Wegen der großen Wasservorkommen, sowie den vielen Flüssen, ist die überwiegende Mehrheit der Ahwazi wirtschaftlich auf Landwirtschaft sowie Schäferei angewiesen. Das Fließwasservorkommen wird auf mehr als 20 Milliarden Kubikmeter geschätzt. Die Böden, die für Wasseranbaumethoden geeignet sind, betragen mehr als fünf Millionen Hektar. Aktuell werden nur 1,5 Millionen Hektar davon zum Anbau verwendet. Die landwirtschaftlichen Erträge in Ahwaz betragen 17,2 Millionen Tonnen. In den letzten zwei Jahrzenten und unter den verschiedensten Vorwänden, begannen die persischen Behörden mit der Erbauung von Staudämmen. Einmal unter dem Vorwand der Energie Erzeugung, ein anderes Mal bediente man sich dem Vorwand der gleichmäßigen Verteilung des Wassers, ein weiteres Mal hieß es, man wolle die Verschwendung von Wasser verhindern. Das Ergebnis war die Austrocknung des Ahwazi Land. Dies hatte zufolge, dass die lokalen Landwirtschaftsämter mehrere Anordnungen erließen, die das Anbauen von Reis untersagten. Darüber hinaus waren die Landwirte gezwungen, übertriebene Preise, für die in der Regel nicht ausreichenden Wassermengen zu bezahlen, was zu einem Rekordtief im landwirtschaftlichen Ertrag führte. Der Landwirtschaftliche Ertrag sank dieses Jahr von 17- auf 12 Millionen Tonnen
Die mit Palmen bepflanzt landwirtschaftliche Fläche wird auf 114.598 Hektar geschätzt. Die Datteln-Ernte wird auf mehr als 515.000 Tonnen geschätzt. Unterstütz durch die Besatzungsmacht, beherrschen persische Exportunternehmen den Ahwazischen Dattelmarkt, insbesondre da ahwazische Landwirte den Export der Früchte ihrer Palmen ins Ausland untersagt wird.
Das Leiden der ahwazischen Landwirte endete nicht an diesem Punkt. Alleine im Verwaltungsbezirk Abadan starben mehr als 1,2 Millionen Palmen aufgrund des gestiegenen Salzgehaltes in den Ahwazischen Flüssen wie Karun (Aldujail), Alsulaij und Schatt al-Arab. Ein weiterer Grund hierfür ist die absichtliche Brandlegung, für die die Ahwazi Regierungskreise der Besatzung verantwortlich machen, insbesondere nachdem sich die Einwohner weigerten ihre landwirtschaftlichen Flächen an persische Geschäftsmänner zu verkaufen.
Die Zerstörung der Archäologie sowie der arabischen Elemente
Die persische Besatzung, zerstörte und vernichtete mehrere archäologische Relikte in Ahwaz. Die meisten Schlösser sowie historische Regierungsgebäude aus der Herrschaftszeit von Shaykh Khaz'al Ibn Jabir wurden komplett zerstört. Was davon übrig blieb ist aufgrund der absichtlichen Vernachlässigung der lokalen Behörden der Besatzungsmacht, der Zerstörung und dem Verfalll ausgesetzt. Ist erDas Faili-Schloss, welches in der Näher der Stadt Mahmara liegt und auf den Schatt al-Arab blickt, wurde durch die Revolutionsgarde am 04.11.2010 vollständig gesprengt, obwohl das Schloss, gemäß der Gesetze der Besatzungsmacht, in der Liste der zu erhaltenden archäologischen Relikten zu finden ist.
Des Weiteren gibt es in ahwazischen Intellektuellenkreisen Befürchtungen, dass der Besatzer die Absicht hat, dens Palast von Shaykh Abdulhamid ibn Khaz'al abzureißen, insbesondre Nachdem bekannt wurde, dass sich schweres Gerät auf dem Grundstück des Palastes befindet. Einige ahwazische Aktivisten sowie Archäologie-Interessierte, registrierten neuerlich verdächtige Aktivitäten im Shaykh Abdulhamid ibn Khaz'al Palast, die möglicherweise auf die Zerstörung des Palastes, der ein ahwazisches archäologisches Denkmal darstellt, abzielen könnten. Die Ahwazi nehmen an, dass die Zerstörung und Beschädigung der Archäologie, organisiert und systematisiert mit dem Ziel die arabische Identität auszulöschen erfolgt. Durch solch eines Vorgehens beabsichtigt die Besatzungsmacht, geschichtliche Fakten zu verfälschen. Die Theorie, dass die Ahwazi niemals diese Landfläche selbständig regiert haben, und somit der Ahwaz ein unzertrennlicher Teil des Irans ist.
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