أيلول/سبتمبر 05, 2026

Sicherheitseskalation: Der Ahwazische Verein für Menschenrechte e.V. verurteilt die blutige Repression in "Qal'at Kanaan", Hauptstadt von Ahwaz, und fordert dringendes internationales Eingreifen

Erklärung von: Der Ahwazischer Verein für Menschenrechte e.V.


Sicherheitseskalation: Der Ahwazischer Verein für Menschenrechte e.V. verurteilt die blutige Repression in "Qal'at Kanaan", Hauptstadt von Ahwaz, und fordert dringendes internationales Eingreifen


Der Ahwazischer Verein für Menschenrechte e.V. verfolgt mit großer Besorgnis die Verschlechterung der Sicherheitslage, die schweren Menschenrechtsverletzungen und die Hinrichtungen vor Ort durch die iranischen Besatzungsbehörden gegen das arabische Volk von Ahwaz – im Kontext systematischer Unterdrückung, Medienzensur, Internetabschaltungen und eines herrschenden Polizeistaatsklimas.


In diesem Zusammenhang führten die Geheimdienstkräfte des iranischen Regimes am 8. März 2026 gewaltsame Razzien und blutige Übergriffe im Bezirk "Qal'at Kanaan" in der Hauptstadt von Ahwaz durch. Dies führte zum Märtyrertod und zur Verletzung mehrerer arabischer Bürger sowie zur Festnahme von mindestens 14 ahwazisch-arabischen Bürgern, die weiterhin willkürlich in den Haftanstalten des Geheimdienstes festgehalten werden und dem gewaltsamen Verschwindenlassen ausgesetzt sind.


Märtyrer und Zurückhaltung der Leichname:


Der Verein dokumentierte den Tod von zwei Bürgern durch direkten Schusswaffengebrauch der Sicherheitskräfte:


* Märtyrer Mahmoud Hassanian (Al-Naseri) – Sohn von Mohammad.
* Märtyrer Haidar Al-Khayyati (Al-Khayyatpour).
Bis zur Veröffentlichung dieses Berichts weigern sich die iranischen Behörden, die Leichname der Märtyrer an ihre Familien übergeben. Unterdessen bestätigen Berichte, dass weitere Personen getötet wurden – deren vollständige Identitäten aufgrund der Sicherheitsblockade noch nicht ermittelt werden konnten – sowie mehrere Personen verletzt wurden.
Liste der ahwazischen Festgenommenen:
Den Quellen des Vereins gelang es, die Identitäten mehrerer ahwazischer Festgenommener zu dokumentieren, die in geheime Haftanstalten gebracht wurden:


* Tariq Hassanian (Sohn von Rahi; Vater von zwei Töchtern, von denen die jüngste ein Monat alt ist).
* Bahador Zargani (39 Jahre alt, Sohn von Khodir; verheiratet, Vater von 3 Kindern).
* Mansour Naseri (40 Jahre alt, Sohn von Hadi; verheiratet, Vater von 4 Kindern).
* Ahmad Bavi-Fard (Sohn von Shahab).
* Youssef Hassanian (Sohn von Khalil).
* Amin Naseri.
* Jassim Bavi, bekannt als "Milad" (Sohn von Mohammad).
* Mohammad-Ali Bavi (Sohn von Jabir).
* Hamid Hassanian (Sohn von Mohammad).


Erfundene Anschuldigungen und Verweigerung eines fairen Verfahrens:


Die Festgenommenen wurden vor der 2. Kammer des Allgemeinen und Revolutionsgerichts im Bezirk Karun unter dem Vorsitz von Richter "Montazeri" vorgeführt. Dort wurden sie mit falschen und konstruierten Anschuldigungen konfrontiert, darunter: "Schusswaffengebrauch gegen Sicherheitskräfte, Sprengung von Ölpipelines, Besitz von Handgranaten, Zusammenarbeit mit ausländischen Staaten und Störung der öffentlichen Ordnung". Der Ahwazische Verein für Menschenrechte e.V. betont, dass diese vorgefertigten Anschuldigungen übliche Vorwände sind, die unter folterbedingtem Zwang erpresst werden, um willkürliche Urteile zu legitimieren – in eklatantem Verstoß gegen die Standards für faire Verfahren.
Um diese Repressalien gegen zivilgesellschaftliches Engagement und die arabische Bevölkerung in Ahwaz zu rechtfertigen, veröffentlichte das iranische Geheimdienstministerium eine offizielle Erklärung, in der behauptet wurde, dass 5 Personen getötet und 10 weitere unter dem Vorwurf der "Bildung von Oppositionsgruppen, Anschlägen auf die zivile Infrastruktur und Ölpipelines, bewaffneten Angriffen sowie des Besitzes von Waffen, Munition, Fremdwährungen, Starlink-Ausrüstung und Propagandamaterial" festgenommen wurden.


Forderungen und internationale Appelle:


Mehr als 100 Tage sind seit dieser Sicherheitskampagne vergangen, und die Festgenommenen verbleiben ohne jeglichen Kontakt zur Außenwelt, ohne Zugang zu Rechtsbeistand oder Familienbesuchen. Der Ahwazischer Verein für Menschenrechte e.V. macht die iranischen Behörden vollumfänglich für die Sicherheit und das Leben der ahwazischen Gefangenen verantwortlich und fordert:


* Die sofortige Offenlegung des Schicksals und des Haftorts der Festgenommenen sowie die umgehende Gewährung des Zugangs für Anwälte und Familien.
* Die bedingungslose Übergabe der Leichname der Märtyrer an ihre Familien zur Beisetzung nach religiösen und traditionellen Riten.
* Die Einleitung einer unabhängigen internationalen Untersuchung durch den Generalsekretär der Vereinten Nationen und den Sonderberichterstatter für die Menschenrechtslage im Iran bezüglich der in Qal'at Kanaan und der Hauptstadt Ahwaz begangenen Verbrechen und Verstöße.
* Den sofortigen Stopp von Nötigungen und Vorladungen gegen die Familien der Festgenommenen und Märtyrer zur Erpressung falscher Geständnisse.


Der Ahwazischer Verein für Menschenrechte e.V.

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