Nach verlässlichen Informationen, die der Organisation von bestätigten ahwasischen Quellen bereitgestellt wurden, umfassten die Razzien umfangreiche Durchsuchungen sowie Einschüchterungen der Familienangehörigen. Diese Festnahme ist Teil eines fortlaufenden Musters von Menschenrechtsverletzungen gegen arabisch-sunnitische Bürger in Ahwas, die aufgrund ihrer religiösen Aktivitäten und ihrer Zugehörigkeit zur sunnitischen Glaubensrichtung ins Visier genommen werden — etwas, das die iranischen Behörden als „Bedrohung der nationalen Sicherheit“ betrachten, einschließlich des Übertritts vom schiitischen zum sunnitischen Glauben.
Die Organisation betont, dass diese Festnahme eine eklatante Verletzung der Religions- und Glaubensfreiheit darstellt, wie sie in Artikel 18 des Internationalen Pakts über bürgerliche und politische Rechte garantiert wird, der jedem Menschen das Recht zusichert, jede Religion oder Überzeugung ohne Zwang oder Bedrohung anzunehmen, und der staatliche Eingriffe in friedliche religiöse Praktiken verbietet.
Laut den jährlichen Statistiken der Ahwasischen Menschenrechtsorganisation belegen die sunnitischen Gefangenen den zweiten Platz in der Anzahl der Festnahmen, während politische Aktivisten und Intellektuelle den ersten Platz einnehmen. Dies verdeutlicht die gezielte Verfolgung politisch, religiös und kulturell aktiver Gruppen durch die iranischen Behörden in Ahwas.
Der Ahwazischer Verein für Menschenrechte e.V. fordert erneut die sofortige Freilassung der beiden Festgenommenen und die Offenlegung ihres Aufenthaltsortes. Sie macht die iranischen Behörden vollständig für ihr körperliches und psychisches Wohlergehen verantwortlich und ruft die internationale Gemeinschaft sowie Menschenrechtsorganisationen dazu auf, Druck auf Iran auszuüben, um die fortgesetzten Verletzungen gegen arabische Bürger in Ahwas zu beenden.
Der Ahwazischer Verein für Menschenrechte e.V.