Hunderteins Jahre sind seit der Besetzung vergangen. Aus diesem schmerzlichen Anlass bekräftigt der Der Ahwazische Verein für Menschenrechte e.V., dass das Leid des arabischen Volkes in Ahwaz den herkömmlichen Rahmen von Menschenrechtsverletzungen überschreitet und die Stufe eines „systematischen Völkermords“ (Systemic Genocide) erreicht hat, basierend auf Artikel 6 des Römischen Statuts des Internationalen Strafgerichtshofs. Die Behörden in Teheran verfolgen eine Politik, die allen internationalen Konventionen widerspricht:
Geozid und Umweltmord: Durch die gezielte Zerstörung von Ökosystemen und das Austrocknen lebenswichtiger Wasserquellen. Dies stellt einen eklatanten Verstoß gegen Artikel 3 der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte (Recht auf Leben und Sicherheit) dar und dient als Zwangsmittel zur Vertreibung der indigenen Bevölkerung.
Festigung des „Apartheid-Systems“ (Rassentrennung): Durch eine systematische Siedlungspolitik und die Marginalisierung der rechtmäßigen Eigentümer des Landes in ihren wirtschaftlichen und sozialen Rechten, was den Gipfel der völkerrechtlich verbotenen Rassendiskriminierung darstellt.
Erzwungene kulturelle Auslöschung: Den Ahwazi-Menschen die Muttersprache zu verweigern und die historische Identität ihrer Städte zu verändern, verstößt gegen Artikel 27 des Internationalen Pakts über bürgerliche und politische Rechte, der ethnischen Gruppen das Recht auf ihre eigene Kultur und Sprache garantiert.
Standrechtliche Exekutionen und das Schafott: Die fortgesetzten Hinrichtungen an unserem Volk verstoßen gegen Artikel 6 des Internationalen Pakts über bürgerliche und politische Rechte, der das Recht auf Leben als unantastbar erklärt. Diese Exekutionen sind Teil einer Strategie des Massenmords, um das Land seiner Befreiungsfront zu berauben.
Willkürliche Verhaftungen und fingierte Anklagen: Die Inhaftierung Tausender aufgrund gefälschter Sicherheitsakten widerspricht Artikel 9 der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte, wonach niemand willkürlich festgenommen oder inhaftiert werden darf. Ziel ist es, das soziale Gefüge zu zerstören und die Stimme des Rechts zu unterdrücken.
Wir versichern der ganzen Welt, dass all diese Unterdrückungsmaßnahmen unseren Entschluss, den Weg zur Beendigung der Knechtschaft und Besatzung fortzusetzen, nur stärken. Unser Wille wird vor dem Schafott nicht brechen; er bleibt der Motor unseres Kampfes für Freiheit und Würde, gemäß dem in der UN-Charta verankerten Selbstbestimmungsrecht der Völker.
Die Wiederherstellung der legitimen nationalen Rechte des ahwazischen Volkes ist der einzige und wesentliche Weg zu internationalem Frieden und Gerechtigkeit.
Der Ahwazische Verein für Menschenrechte e.V.